Wenn Kinder uns Erwachsene sprachlos machen!

Gerade in der heutigen Zeit, in der Bücher, die betonen, dass unsere Kinder Tyrannen sind oder dazu erzogen werden, in den Bestsellerlisten der Erziehungsratgeber stehen, ist es mir ein großes Bedürfnis, folgendes Erlebnis mit euch zu teilen.

Zwischen Traurigkeit, Zorn und Rührung
Es wurde mir von einer Mutter im Rahmen einer Veranstaltung erzählt.
Sie berichtete von einem Tag, der sie emotional sehr aufgewühlt hat. Als sie das Erlebte ihrem Mann erzählte, schwankte sie stets zwischen Trauer und Zorn. Es rannen ihr die Tränen oder sie sprach auch ein wenig lauter, weil sie einfach so wütend war. Im selben Raum, in dem sie ihre ganzen Emotionen auslebte, befand sich auch ihre dreijährige Tochter. Die Frau berichtete mir, dass sie ihre Tochter zwar wahrnahm und sie auch irgendwo tief in sich wusste, dass sie durch die Gefühle der Mutter irritiert sein könnte, aber es musste einfach alles raus.
Was dann passierte, brachte die Mutter schließlich vollkommen aus der Fassung – aber vor Rührung. Ihre Tochter war die ganze Zeit über, in der ihre Eltern miteinander sprachen, still. Doch ließ sie offensichtlich ihre Mutter nie wirklich aus den Augen. Denn plötzlich sagte sie ganz vorsichtig: „Mama! Soll ich dir ein Tüchlein bringen?“ Sie stand auf, ohne die Antwort abzuwarten, ging zur Schublade mit den Taschentüchern, die eigentlich für die Schnupfnasen der Kinder im Herbst vorgesehen waren, nahm eines heraus und gab es ihrer Mutter. Dann ging sie ohne ein weiteres Wort zu sagen zurück zu ihrem Spiel.

Sprachlosigkeit
Als diese Mutter mir ihre Geschichte erzählte, habe ich gemerkt, wie ich eine Gänsehaut bekomme, aber auch völlig sprachlos wurde. Wie wunderschön ist das, bei einem so kleinen Kind diese Empathie zu erkennen?
Ehrlich gesagt, bin ich auch jetzt noch sprachlos und möchte daher die Geschichte einfach so stehen lassen und würde mich über Rückmeldungen von euch freuen, was dieses Ereignis mit euch macht! Vielleicht könnt ihr mir ja auch ähnliche Beispiele liefern, die dem aktuellen Trend entgegenwirken und den Kindern gerecht werden.

Faszination Kind

Immer wieder betone ich, wie faszinierend Kinder in ihrem Verhalten, vor allem aber auch in ihrem Lernen sind. Das menschliche Gehirn verarbeitet alles, was es aufnimmt. So natürlich auch das kindliche Gehirn, das noch viel Platz hat. Es lernt, Bilder und Sprache zu verknüpfen.
Heute möchte ich aber nicht mit euch diskutieren, wie wir unseren Kindern Sprache am besten näherbringen. Vielmehr möchte ich mit euch einfach wieder eine Alltagssequenz aus dem Leben mit meinen beiden Kids teilen, die mich begeistert.

So lange überlegen, bis es einfällt
Unser Sohn liebt es zu erzählen. Er berichtet, was er gerade im Vorbeifahren gesehen hat, was er im Kindergarten erlebt hat oder einfach, was ihm gerade einfällt. Manchmal überschlagen sich seine Worte und nicht immer fällt ihm das Wort sofort ein. So auch vor ein paar Tagen. Er hat versucht, mir eine Beobachtung auf der Straße zu beschreiben. Doch es hat ihm ein Wort gefehlt. Und wir waren sicher 10 Minuten gemeinsam dran, dieses Wort – es war „ein Fußgänger“ – zu suchen. Voller Phantasie hat er mir auf unterschiedlichste Art klarmachen wollen, was er meint. Doch es hat eben seine Zeit gebraucht, bis wir das richtige Wort gesucht haben. Ich war beeindruckt, wie ausdauernd er in seinen Erklärungen war. Er hat nicht aufgegeben, bis wir das Wort gefunden haben.

„Wortsalat“
„Mama! Kannst du meiner Puppe bitte einen Strudel machen?“ oder auch „Mama! Schau mal! Der hat einen Schmetterling um den Hals.“ Aussprüche wie diese von unserer zweijähren Tochter zaubern mir ein Lächeln auf die Lippen und zeigen mir wieder, was ein so kleines Gehirn verarbeitet. Beide Ausdrücke waren natürlich nicht ganz korrekt und hatten doch einen Zusammenhang mit dem eigentlich gesuchten Wort. Im ersten Fall war natürlich die Rede von einem „Zopf“, den wir aus den Haaren machen sollten, und im anderen Fall handelte es sich um eine „Fliege“, die die Figur um den Hals gebunden hatte.

Bleib aufmerksam und lach nicht!
Auch wenn die Wortkreationen unserer Tochter oder auch die Erklärungsansätze unseres Sohnes manchmal wirklich zum Lachen wären, war es in jeder dieser Situationen wichtig, ihnen nicht das Gefühl zu geben, dass ich sie auslache. Sondern im Gegenteil: Ihnen meine ehrliche Begeisterung darüber zu zeigen, dass sie sich mit der Sprache beschäftigen, dass sie mir so viel Vertrauen entgegenbringen, mich in ihre Gedankenvorgänge einzubeziehen.
Denn oft haben wir als Erwachsene in solchen Situationen selber Hemmungen und wählen eher den Rückzug, als mit einem anderen Menschen im Austausch zu bleiben, wenn wir mal nicht ganz die richtigen Worte finden…

„Nachtragend sein“… ist doch viel zu anstrengend!

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal darüber geschrieben, was wir uns als Erwachsene von unseren Kindern abschauen können. Und in letzter Zeit beobachte ich eine weitere Eigenschaft, die mir an Kindern imponiert und mich manchmal selber beschämt: Sie sind nicht nachtragend!

Direktheit
Kinder gehören zu den ehrlichsten Wesen auf der Welt. Wenn sie wütend sind, dann toben sie. Wenn sie sich wehgetan haben, dann schreien sie, egal ob sie gerade in der Öffentlichkeit sind oder in ihrem eigenen Zimmer. Der Schmerz muss raus. Wenn sie deine neue Frisur nicht mögen, dann sagen sie dir das auch sehr direkt. Und wenn Kinder streiten, dann streiten sie miteinander. Da wird nicht auf Grund sozialer Gegebenheiten die Wut hinuntergeschluckt, wenn die kleine Schwester zum fünften Mal den aufgebauten Duplo-Turm umhaut oder einfach das Feuerwehrboot klaut. Es wird lautstark geschumpfen. Bei Kindern auch „beliebt“ die Aussage : “Jetzt bin ich nicht mehr dein Freund/deine Freundin.“ Das stellt für sie eine sehr harte Strafe dar.

Die reinigende Kraft des Auslebens
Doch was dann folgt, ist beeindruckend. Wurde die Wut ausgedrückt und gesagt, was stört, dann kann es zwar sein, dass geweint wird, aber kurz darauf ist alles vorbei und es wird weitergespielt. Da wird nicht mehr lange nachphilosophiert oder lamentiert. Der Konflikt war da, wurde ausgesprochen und ist damit erledigt.

Nicht nur in einem Konflikt zwischen Kindern, sondern auch mit einem Erwachsenen kann das beobachtet werden. In dieser Beziehung kommt es ebenfalls häufig zu Auseinandersetzungen und Diskussionen, die nicht selten darin enden, dass der Elternteil dem Kind irgendetwas verbietet. Dann kann es zwar sein, dass das Kind tobend in sein Zimmer  rennt und dir Türe knallt. Doch anscheinend ist das so reinigend, dass das Kind kurz darauf wieder auftaucht und so normal mit dem Elternteil spricht, als sei nichts Gewesen.

Was vorbei ist, sollte vorbei sein
Ich finde es beeindruckend, wie Kinder etwas einfach als erledigt ansehen können und nicht ewig denselben Brei durchkauen müssen. Die Emotionen werden direkt ausgedrückt und dann passt es. Bei diesem Thema komme ich nicht umhin, mich auch an der eigenen Nase zu nehmen und mir die Kinder hier als Vorbild zu nehmen. Meinungsverschiedenheiten sollen und dürfen sein, doch sie müssen auch ein Ende finden und wieder das in den Vordergrund kommen, was wichtig ist: Die Beziehung miteinander!

Die Freude am Fragen

„… in der heutigen Gesellschaft, in der Neugierde von Kindern als Bürde angesehen wird.“

Als ich diesen kritischen Satz vor kurzem gehört habe, bin ich innerlich erstarrt. Ist es heute wirklich so, dass uns Erwachsenen die Neugierde von Kindern häufig im Weg steht? Ich bin auf Spurensuche gegangen und in diesem Zusammenhang auf das „Phänomen der hundert Fragen“ gestoßen.

Die Fähigkeit zum Fragen
Alle Eltern kennen wahrscheinlich die Situation des scheinbar nie enden wollenden Fragenkatalogs eines Kindes. „Mama, warum ist das so?“. „Aber Mama! Warum kann das nicht anders sein?“
Hier fällt mir die Geschichte einer Freundin ein. Ihr knapp fünfjähriger Sohn hat sie genau mit einem solchen Fragenkatalog beinahe an das Ende ihrer Weisheit geführt. Begonnen hat alles mit der Frage: „Mama. Warum haben wir einen Kopf?“. Die Antwort der Mutter war ok, und ihr Sohn fand es so spannend, dass er den ganzen menschlichen Körper durchgefragt hat, bis hin zur Sinnhaftigkeit des kleinen Zehs.
Man könnte jetzt den Eindruck gewinnen, ihr Sohn wollte sie nur aufziehen. Sie erzählte, dass das zunächst auch ihr Gedanke war, weil er kein Ende gefunden hat. Sie blieb jedoch dabei und hat die Fragen beantwortet. Und mit der Zeit und am Gesichtsausdruck ihres Kindes hat sie entdeckt, dass es ihn wirklich interessiert.

Wertvolle Neugierde
Seine Neugierde hilft dem Kind, diese für ihn so große unbekannte Welt kennenzulernen. Sie lässt ihn Neues entdecken und Abenteuer erleben. Und mit wem soll ein kleines Kind diese Neugierde befriedigen, wenn nicht mit seinen nahen Bezugspersonen?!
Zudem hat das alles auch für die Erwachsenen seinen Gewinn. Sie lernen wieder mit Kinderaugen sehen und entdecken Dinge, die sie vielleicht lange nicht mehr gesehen oder beachtet haben. Vielleicht kommen sie manchmal an das Ende ihres Wissens, doch können sie dieses durch Nachschlagen selber auch erweitern oder wieder auffrischen. Und besonders wichtig: Durch die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Fragen wird die Beziehung zum Kind gestärkt und es fühlt sich in seinen Interessen ernst genommen.

Also, lasst uns schauen, dass die zu Beginn angeführte Aussage nicht eintrifft, sondern dass kindliche Neugierde das bleiben darf, was sie ist: ein wertvolles, ernstzunehmendes Gut!

Die Schweine gähnen um 08:03!

Kennt ihr das auch? Euer Kind wünscht sich seit Wochen jeden Abend die gleiche Gute-Nacht-Geschichte…

Eine kleine Unaufmerksamkeit
Bei unserer zweijährigen Tochter ist es aktuell „Das große Gähnen“, das wir abends vor dem Schlafengehen noch lesen. Dabei wird immer eine Uhrzeit erwähnt und, welches Tier sich gerade für das Bett fertigmacht und gähnt. Sie amüsiert sich dabei köstlich und kann es anscheinend gar nicht oft genug hören. Ich selber habe das Gefühl, ich kann das Buch schon auswendig.
Doch letzthin wurde ich eines Besseren belehrt.
Wieder einmal liegen meine Tochter und ich gemeinsam in ihrem Bettchen und widmen uns diesem Buch. Ich hatte den Eindruck, dass sie schon fast weggeschlafen ist, denn wo sie normalerweise lautstark mit den Tieren mitgähnt, war es dieses Mal eher ruhig. Und dann kam ich zur Seite mit den Schweinen. Da stand „Es ist gerade acht Uhr drei…“. Ich schon etwas müde und unkonzentriert las „Es ist gerade acht Uhr zwei…“. Ich habe den Fehler zwar bemerkt, hielt es aber nicht für so wesentlich und hab einfach weitergelesen. Da wurde ich von der Seite gestört und meine Tochter hat mich darauf hingewiesen „Mama! Acht Uhr DREI“!
Ich war sprachlos und fasziniert, wie ein so kleines Geschöpf so aufmerksam sein kann und sich eine scheinbare Kleinigkeit merkt.

Der Geist eines Kindes schläft nie!
Dieser kurze Ausschnitt aus dem Leben mit einem Kind hat mir wieder einmal zwei Dinge verdeutlicht: Kinder lernen durch Wiederholung und es macht durchaus noch mit größeren Kindern Sinn, Geschichten oder Lieder immer wieder zu lesen und zu singen. So können sie sie sich besser merken und nehmen teilweise sogar Dinge wahr, die uns Erwachsenen verborgen bleiben.
Und gleichzeitig führte es mir wieder vor Augen, dass wir unsere Kinder nicht unterschätzen dürfen. Sie registrieren viel mehr Dinge, als wir Erwachsene vermuten – sogar, wenn wir den Eindruck haben, dass sie doch eigentlich schon schlafen 😉

Habt ihr auch solch Erfahrungen zu bieten? Ich freue mich auf eure Geschichten!

Die Geschichte mit der toten Maus – oder was wir von unseren Kindern lernen können

Zwischendurch habe ich mir schon überlegt, eine Rubrik zu machen „Was wir als Eltern von unseren Kindern lernen können“. Denn sowohl die Erzählungen, die Beobachtungen, als auch meine eigenen Kinder versetzen mich immer wieder in Erstaunen.

Ich möchte heute daher mit zwei Geschichten einer Bekannten starten, die mich sehr berührt haben.

Erste Geschichte – Die Maus vor der Garage
Meine Bekannte kam mit ihren Kindern vom Kindergarten nach Hause und fuhr das Auto in die Garage. Als sie am Tor vorbeigingen, blieb ihr vierjähriger Sohn stehen und zeigte auf eine tote Maus. Und er fragte „Mama, was macht die da?“. Und wie alle Mütter schwankte sie einen Moment zwischen der Antwort „Sie schläft nur“ und der Wahrheit „Sie ist tot“. Ihr Sohn ließ ihr aber keine Möglichkeit für den Schwindel und ergänzte gleich: „Ist sie tot?“ Meine Bekannte bejahte und meinte, dass der Vater sie nachher auf den Kompost geben wird.
Diese Antwort war aber gar nicht das, was ihr Sohn hören wollte. Neben Fragen zum Tod meinte er mit strenger Miene, dass man sie ordentlich in die Erde vergraben und ihr ein richtiges Grab mit Blumen machen muss, damit sie von ihren Freunden besucht werden kann.

Und als am Abend der Vater – vorgewarnt und informiert von der Mutter – nach Haus kam, war auch gleich die erste Frage seines Sohnes, wo er die Maus begraben hat und ob er auch schöne Blumen ausgesucht hat.

Zweite Geschichte – Die Fliege unterm Tisch
Vor Kurzem erzählte mir dieselbe Bekannte eine ähnliche Geschichte.

Unter dem Esstisch entdeckte ebendieser Junge eine tote Fliege. Er ging zu seinem Vater und zeigte sie ihm. Dieser war im ersten Moment nicht sehr beeindruckt und sagte, dass sie nachher beim Staubsaugen eh eingesaugt wird. Den entsetzten Blick, den er für diese Antwort von seinem Sohn bekommen hat, wird er so schnell wohl nicht vergessen. „Nein! Nicht einfach einsaugen! Die muss nach draußen in die Erde!“ war der entsprechende Vorwurf.

Ein Lernfeld für Erwachsene
Die unbedachten Reaktionen der Erwachsenen in den beiden beschriebenen Geschichten, wurden schnell von der Sensibilität ihres Sohnes bestraft. Und meine Bekannte meinte auch, dass sie das sehr nachdenklich gestimmt hat und sie gemeinsam mit ihrem Mann besprochen hat, hier zukünftig vorsichtiger zu sein.

Der Begriff „Erziehung“ impliziert für uns Erwachsene zwar stets, dass wir den Kindern etwas beibringen sollen, dass wir ihre Vorbilder sind. Doch verdeckt er unter diesem Gesichtspunkt nicht eigentlich, dass auch Kinder Vorbilder für Erwachsene sein können, wenn sie richtig wahrgenommen werden?!

Diskussion zu „Wieviel Gefühl ist erlaubt“

Aus meinem letzten Blog-Beitrag „Wieviel Gefühl ist erlaubt“ ist eine Diskussion entstanden, an der ich euch gerne teilhaben lassen möchte.
Eine Mutter hat mich auf den letzten Satz in meinem Beitrag angesprochen: Und Kinder wollen in einem zu Hause aufwachsen, in dem laut gelacht wird, in dem bei einer gruseligen Geschichte alle große Augen bekommen oder in dem bei einem traurigen Anlass auch Tränen erlaubt sind.“
Als sie ihn gelesen hat, hat sie sich die Frage gestellt, was ist, wenn Eltern nicht gelernt haben, ihre Gefühle zu zeigen oder wenn sie einfach nicht der Typ sind, zum Beispiel laut zu lachen. Werden die Eltern dann nicht mit meiner Aussage unter Druck gesetzt?
Es ist ja tatsächlich so, dass Menschen sehr unterschiedlich im Ausleben ihrer Gefühle sind. Und diese können und sollen nur authentisch gelebt werden.

Wir haben dann vor allem zwei Aspekte diskutiert:
1. Das gemeinsame Lachen
Eigentlich geht es bei Gefühlen weniger darum, den Kindern etwas vorzuleben. Es steht vielmehr im Vordergrund, gemeinsam etwas zu erleben. Gemeinsam über eine lustige Geschichte zu lachen oder sich gemeinsam zu gruseln.

2. Kinder als Vorbilder
Und zudem: Können wir als Erwachsene nicht auch von unseren Kindern lernen, mit Gefühlen umzugehen? Vor allem kleine Kinder zensieren sich nicht. Wenn sie traurig sind, dann weinen sie. Wenn sie wütend sind, dann drücken sie das auf eine sehr direkte Art aus. Und wenn sie etwas lustig finden, dann lachen Kinder ein befreites, herzhaftes und meist ansteckendes Lachen.

Als wir darüber gesprochen haben, ist mir ein Erlebnis eingefallen.
Als ich vor Kurzem spazieren war, habe ich eine Mutter mit ihren Kindern beobachtet. Und diese Kinder haben lauthals gesungen. Man sah ihnen die Freude daran richtig an.
Und allen, die an dieser singenden Gruppe vorbeigegangen sind, zauberte es ein Lächeln aufs Gesicht. Ich selber musste auch Lächeln und dachte mir gleichzeitig: Manchmal könnten wir Erwachsene von Kindern wirklich etwas lernen: Diese Freiheit zu tun, was ich empfinde. Denn was Kinder wirklich immer sind, ist ehrlich. Sie lachen, wenn sie Freude empfinden. Aber sie lassen sich auch kein Lachen aufzwingen, wenn sie etwas nicht lustig finden. Und so sollte es bei allen Menschen sein: Gefühle ausdrücken, die ich empfinde, auf eine Art und Weise, die mir selber entspricht.