Wandern als Quiz-Zeit

Es ist Wanderzeit – darum drehen sich auch einige meiner letzten Beiträge um das Wandern 😊
Wandern ist eine spezielle Aktivität mit Kindern. Denn auch wenn sie im Alltag kaum ruhig sitzen möchten, stöhnen sie und jammern, sobald ein Elternteil vorschlägt, einen Berg zu erklimmen.

Aber gut. Als Eltern wollen wir ja das Beste für unsere Kids und Bewegung an der frischen Luft ist doch für alle gut. Hat man es dann geschafft, alle Familienmitglieder ausreichend zu motivieren und geht das eigentliche Abenteuer los, wird man schon vor die nächste Herausforderung gestellt:
Die vielen Fragen eines Kindes.

Die Fragestunde
Und vielleicht kennt ihr in diesem Zusammenhang auch folgendes Gefühl: Eigentlich denkt ihr ja, ihr seid doch normal intelligent und habt auch ein ausgewogenes Allgemeinwissen. Doch sobald ihr mit euren Kindern unterwegs seid, fragt ihr euch, wo ihr die ganze Schulzeit mit eurer Aufmerksamkeit gewesen seid.
Da kommen dann Fragen wie: Wie hoch ist der Mount Everest? Wer war als erster Mensch oben? Wie lange muss ich da wandern? Gut, das könnte man noch schnell nachlesen. Aber dann geht es weiter: Wie viele Jacken brauche ich, damit mir dort oben nicht kalt wird? Wie kalt ist es da oben überhaupt? Also ich komme hier schon ordentlich ins Schwitzen.

Beispiel aus dem wahren Leben
Letzthin sind wir einen geologischen Lehrpfad durchwandert. Schließlich möchte man seinen Kindern ja auch etwas beibringen. Wir sind davon ausgegangen, dass der Weg beschildert ist, sodass wir Antworten auf mögliche Fragen darauf Ablesen könnten. Doch da haben wir die Rechnung ohne unseren Sohn gemacht, denn der wollte nur Dinge wissen, die auf diesen Schildern nicht angeführt sind. Wieder mussten wir ihm sagen: „Tut mir leid, das wissen wir nicht. Aber wir können zuhause nachlesen.“

Die „schlimmen“ Fragen
Sehr beliebt sind übrigens Fragen zur Botanik: Was ist das für eine Blume? Mama, wie heißt dieser Baum? Oder noch besser: Mama, wie HOCH wird dieser Baum?
Während mein Kopf dabei immer röter wird, meine Antworten immer stockender kommen, scheint der Wissensdurst meiner Kinder ungestillt, ja sogar größer zu werden. Natürlich ist das toll und begeistert irgendwo auch. Doch gefühlt nehme ich neben dem Rucksack mit leeren Jausenboxen und Trinkflaschen einen Rucksack gefüllt mit unbeantworteten Fragen mit nach Hause. Dies erlaubt mir dann keine gemütliche Erholung auf der Couch, sondern fordert ein Durchstöbern des Internets, damit ich den Kindern vielleicht doch noch ein paar Antworten nachliefern kann.

Was lernen wir? Wandern mit Kindern ist nicht nur für den Körper, sondern tatsächlich auch für den Geist ein großer Gewinn…