Was? Wann? Wer? Wo? Wie?

Der Frühling ist eine tolle Jahreszeit. Nach dem Dunkeln und der Kälte des Winters singen am Morgen wieder die Vögel und die Sonne scheint. Und so, wie die Blumen aus dem Boden sprießen, so stapeln sich auch im Briefkasten die Anmeldungsaufforderungen für die Kinder.

Grübeln
Wir Eltern müssen sehr viele, für die Kinder zukunftsweisende Entscheidungen treffen. Dabei geht es nicht nur um die Basisentscheidungen, ob das Kind ab Herbst in die Spielgruppe oder in den Kindergarten gehen soll. Eine solche Entscheidung ist meist noch viel komplexer.

Ein kleines Beispiel:
Bei einem 3 1/2 –jährigen Kind steht für Herbst eben die beschriebene Frage an: Spielgruppe oder Kindergarten. Dann die große Frage: Welche außerhäusliche Unterbringung? Die im gleichen Dorf oder doch besser in der nächsten größeren Stadt; ein englischer Kindergarten, einer mit Montessoripädagogik oder doch ein Waldkindergarten?
Für manche Eltern stellt sich noch ein weiterer Themenkomplex: Sollen die Kinder in den selben Kindergarten und sollen sie dort in die gleiche Gruppe? Oder ist es besser, sie zu trennen? Wie viele Tage in der Woche ist ein Besuch günstig? Braucht es eine Mittagsbetreuung?
Die Liste scheint geradezu unendlich zu sein.

Gefühle Endlosschleife
Als Eltern hat man das Gefühl, wenn eine Frage beantwortet ist, dann stellt sich gleich die nächste. Und diese Entscheidungen hören nicht auf. Sie gehen noch viele Jahre weiter.
Gleich vorweg: Die Chancen, die unsere Kinder in unserem Land im Bildungssystem haben, sind toll. Doch stellen sie die gesamte Familie einfach auch vor zahlreiche Entscheidungen. Und meistens sammeln sich diese im Frühjahr, sodass sich manchmal ein Gefühl der Überforderung einschleicht. Als Eltern verspürt man den Druck der Verantwortung, der auf einem lastet. Der Druck, ja den richtigen Weg für das Kind einzuschlagen.

Tief durchatmen!
Ich möchte heute für uns Eltern einen kurzen Moment des Durchatmens schaffen: Denn auch wenn es gut ist, wenn wir uns dieser Verantwortung bewusst sind, und die Entscheidungen wohl überlegt treffen, sollten wir eines nicht vergessen: Welchen Bildungsweg unsere Kinder auch immer einschlagen, die Familie und alles, was es hier bekommt und lernt, ist die wichtigste Basis, die wir schaffen können. Alles andere wird die Zeit zeigen!