Demut

Heute etwas persönlicher….

Manchmal spüre ich große Demut in meiner Mutterrolle.
Immer wieder betrachte ich meine Kinder, wenn sie schlafen. Dann führe ich mir vor Augen, dass es mir bzw. uns offensichtlich gelingt, ihnen eine so wohlige Atmosphäre zu Hause zu schaffen, dass sie diese Ruhe finden können. Oder wenn sie wie vor kurzem krank sind und sie nicht viel brauchen, sondern primär meine Nähe, meine Umarmung, um sich den Viren entgegenzustellen. Oder auch wenn ich es bin zu der sie hinlaufen, wenn sie sich wehgetan haben. Dass es dann oft schon ausreicht, wenn ich sie drücke, frage, wo es wehtut und dann auf diese Stelle puste.

Viele solche Beispiele im Alltag machen mich demütig.
Natürlich wird mir dann auch die Verantwortung bewusst, die ich trage und wie wichtig es ist, dass ich sie ernst nehme und mich ihr stelle. Doch zu wissen, dass ich als Person es bin, mit meinem Sein, meinen Fähigkeiten, meiner Anwesenheit, die für diese kleine Wesen die erste Anlaufstelle ist und dass dies im ersten Moment auch ausreicht, hilft mir, mich dieser Verantwortung jeden Tag zu stellen.