Die Natur ist mein Atelier

„Ich will!“… diese Worte heute nicht in der romantischen Bedeutung bei Hochzeiten, sondern in der Ich-Bezogenheit: Ich will das haben! Und das! Und das! Und das!

Bei allen Herausforderungen und Einschränkungen, die die Pandemie unserer Gesellschaft in den letzten 1 ½ Jahren auferlegt hat, war doch ein Punkt, von dem ich mir wünschen würde, er hätte sich tiefer in uns eingebrannt: die Zufriedenheit mit dem, was wir haben. Dadurch, dass die Geschäfte geschlossen halten mussten, der Konsum somit eingeschränkt wurde, konnten wir wiederentdecken, was wir eigentlich schon alles haben und was wir damit machen könnten. Viele von uns brauchen, wenn sie ehrlich sind, nicht mehr.

Mir ist diese Einstellung vor einigen Wochen wieder aufgefallen:
Wenn der Sommer kommt, dann strömen wir wieder raus in die Gärten. Schon das allein ist ein Luxus in der heutigen Zeit. Eine eigene Oase vor der Haustüre, die belebt werden kann. Doch ist zu beobachten, dass viele Kinder den Luxus dieser Paradiese gar nicht mehr schätzen können, da sie verlernt haben, mit dem etwas anzufangen, was da ist. Schnell kommen die Fragen: Warum haben wir keinen Pool? Wo ist unser Trampolin? Der hauseigene Spielplatz? Der Trend und damit aber auch der Druck für Eltern, Kindern materiell alles bieten zu müssen, mithalten zu müssen, ist in unserer Gesellschaft enorm.

„Die Natur ist mein Atelier“, sagt der Schweizer Künstler Roman Signer in einem Podcast (Moscht & Riebel, Episode 7). Ich fand diesen Satz wunderbar. Nun muss ich zugeben, dass ich keine Kunstkennerin bin, doch fand ich seine Beschreibung, dass er wahrscheinlich als Kind schon ein Künstler war, weil er in der Natur gespielt, sie entdeckt und gefühlt hat, unglaublich bereichernd. Und eigentlich für uns als Eltern eine Druckentlastung. Kinder sollten wieder lernen, die Vielfalt draußen zu erkennen und zu spüren. Es gibt so viel, was geboten wird, was aber gleichzeitig überdeckt wird durch allerhand Spiel- und Turnzeug, das Kinder mit der Zeit auch gar nicht mehr zu schätzen wissen.

Ich möchte hier nicht grundsätzlich gegen Konsum sprechen. Auch nicht dagegen, unseren Kindern Dinge zu ermöglichen. Doch ist es mir ein Anliegen, sowohl Eltern als auch Kinder wieder dazu zu motivieren, sich von dem Druck des „Haben-Müssens“ zu befreien. Und gleichzeitig, sich auch in Demut zu üben, hinsichtlich dessen, was die Natur uns bietet. Sich hier auszutoben, ist die wahre Kunst!

Überforderte Eltern

Ich durfte diese Woche bei der Sendung „Neues bei Neustädter“ des ORF Radio Vorarlberg zu dem sehr spannenden und wichtigen Thema „Überforderte Eltern“ mitdiskutieren.
Gerne könnt ihr hier in den Podcast reinhören.

Spiel! Satz! Und Sieg?

In der aktuellen Ausgabe der Kirchenzeitung habe ich mich mit einem Thema beschäftigt, das alle Familien kennen: Gewinnen und Verlieren beim Spielen.

Zum gesamten Beitrag kommt ihr hier.

Ich freue mich über Rückmeldungen und eigene Erfahrungen!

Als das Leben offline ging

In der aktuellen Ausgabe der Kirchenzeitung habe ich mich noch einmal mit der Frage auseinandergesetzt, wie es unseren Jugendlichen momentan geht. Dieses Mal lag der Fokus vor allem auf dem Thema des sozialen Lebens.

Den ganzen Beitrag könnt ihr hier lesen.

Generation Corona

Heute darf ich euch wieder etwas Neues vorstellen:
Vom Katholischen Bildungswerk Vorarlberg wurde ich im Rahmen ihrer Reihe „Alltagsheldinnen“ zu einem Podcast-Interview zum Thema „Generation Corona“ eingeladen. In einem Gespräch mit Anette Loitz haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie es den Jugendlichen in der momentanen Situation geht und welche Unterstützungen sie brauchen.

Vielleicht habt ihr ja Lust, reinzuhören oder auch reinzuschauen.
Viel Spaß dabei!

Jedes Kind ist ein Künstler

Anbei darf ich euch meinen aktuellen Beitrag für die Kirchenzeitung zur Verfügung stellen.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich mit dem beschriebenen Gedanken gewappnet mit Staubsauger und Kübel das Zimmer meiner Kinder betrete, dann ist der Schock nicht mehr ganz so groß 😉

Hier kommt ihr zum gesamten Beitrag.

Kindern sichere Orte bieten

Wie angekündigt kommt hier mein Beitrag zum Thema „sichere Orte“, den ich für die aktuelle Ausgabe des Kirchenblattes verfasst habe.

Wie immer freue ich mich über eure Rückmeldungen!

Kommt das Christkind überhaupt?

Mit meinem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Kirchenzeitung möchte ich euch und euren Lieben ein wunderschönes und besinnliches Weihnachtsfest wünschen!

elternweb2go_Talk – Mental load

Kennt ihr das auch?! Ihr seid ständig erschöpft, weil euer Kopf am Abend nicht aufhört, Listen zu erstellen? Ihr kommt nicht zur Ruhe, sondern überlegt, welche Aufgabe als nächstes ansteht?
Inzwischen gibt es einen Begriff für diesen Zutsand: „mental load“.
In einem sehr spannenden Gespräch im Rahmen von elternweb2go des Forum Katholischer Erwachsenenbildung in Österrich habe ich mit Katja Ratheiser wichtige Fragen zu diesem Thema diskutiert.

Anbei schicke ich euch den Link zu diesem Gespräch und freue mich, wenn ihr reinhört! Ihr findet darin auch ein paar Tipps, wie ihr dem mental load entgegenwirken könnt.

Backe, backe Kekse

Kennt ihr auch diese tollen Werbefotos, auf denen ein Erwachsener – meist die Mutter – strahlend mit mindestens zwei Kindern Kekse bäckt? Nicht nur, dass alle lächeln, alle sind friedlich und sehen auch noch sauber aus. Die Küche ist aufgeräumt. Allgemein wird der Schein vollkommener Harmonie vermittelt.

Eigene Erfahrungen
Seit ich Kinder habe und das älteste auch ein „backfähiges“ Alter erreicht hat, versuche ich, diesem Bild nachzueifern. Auch ich wollte regelmäßig diese anscheinend so schöne Erfahrung im Leben einer Mutter machen. Also habe ich meine Kinder gepackt an den Küchentisch gestellt, Nudelholz und Teig dazu und los sollte es gehen. Natürlich gehörte auch stimmungsvolle Weihnachtsmusik alljährlich dazu.
Doch irgendwie schienen die Kinder nicht dieselbe Begeisterung für meine Idee zu haben.
In den ersten Jahren war es ihnen zu langweilig. Dann hatten sie eine andere Vorstellung davon, was sowohl mit dem Keksteig, als auch mit den Ausstechern passieren soll als ich. Ihre Ausdauer war irgendwie auch nicht so ausgereift, wie es das Backen von Keksen nun einmal verlangt. Ganz abgesehen davon, dass weder meine Kinder noch meine Küche lange sauber blieben. Regelmäßig endeten die Versuche in Auseinandersetzungen, bemehlten Kindern und einer am Ende das Chaos aufräumenden Mutter.

Dranbleiben heißt es!
Dennoch wollte ich mich nicht entmutigen lassen und habe auch heuer diesen Versuch noch einmal gestartet. Nachdem wir im Laufe des Jahres immer wieder Backsendungen gemeinsam anschauen, die Kinder auch zunehmend gerne mitkochen, musste das doch endlich klappen…
Und siehe da: Es hat geklappt! Zumindest über einige Kekssorten hinweg. Es war merkbar, dass beide Kinder mehr Spaß hatten. Einfach weil sie schon mehr konnten. Unser Sohn konnte Rezepte selber lesen und damit den Teig auch mit mehr Selbständigkeit erstellen. Unsere Tochter liebt es zu dekorieren und mit den Ausstechern zu arbeiten.

Daraus ist zu lernen?!
Was kann ich aus diesen Jahren der Erfahrung lernen und weitergeben?
Ehrlich gesagt, nicht primär, dass Arbeiten in der Küche mit Kindern nur Spaß macht. Denn trotz aller Freude am Miteinander ist es auch noch immer stressvoll. Was ich tatsächlich gelernt habe, ist, dass wir als Eltern den Dingen seine Zeit lassen müssen. Nicht, weil die Werbung mit schön retuschierten Bildern uns vorgaukeln, wie es sein sollte, müssen wir es erreichen. Sondern dann, wenn die Familie und ihre Mitglieder so weit sind. Erst dann nämlich kann es für alle ein schönes Ereignis werden!

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