Zurück aus dem Urlaub – Erfahrungen

In den vergangenen Wochen durften wir als Familie eine tolle Urlaubszeit genießen. Wir waren sowohl zu Hause als auch ein wenig unterwegs.
Unser Urlaub beinhaltete auch immer wieder längere Autofahrten. Nicht nur zum Urlaubsziel an sich, sondern dann auch für Ausflüge vor Ort. Für viele Eltern sind diese Zeiten stressig – außer die Kinder verschlafen vielleicht. Doch warum ist das so? Kinder können und wollen nicht einfach nur im Auto herumsitzen. Das ist langweilig, bietet die Welt doch so viel Interessantes und verlangt ihr Körper geradezu nach Bewegung.

Wie also kann man es schaffen, dass die Zeit im Auto – vergleichbar natürlich auch in Bahn und Flugzeug – möglichst stressfrei und konfliktfrei verläuft?

Die Vorbereitung machts!
Zunächst: Es braucht Vorbereitung durch die Erwachsenen. Es funktioniert nicht, die Kinder einfach nur reinzusetzen und loszufahren. Davor müssen einige Ideen für Unterhaltung geboren werden. Hierzu möchte ich gleich anführen, dass ich es wichtig finde, dass es nicht die Eltern sein müssen, die die Kinder die gesamte Fahrt animieren müssen. Das funktioniert nicht und führt recht rasch zu Unzufriedenheit. Außerdem ist es auch in diesem Zusammenhang wichtig, dass Kinder baldmöglichst lernen, selbstständig Ideen zu entwickeln, wenn ihnen entsprechende Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden.

Eine kleine Auswahl
Wir haben tolle Erfahrungen gemacht mit den unterschiedlichsten Büchern – große, kleine, dicke, dünne, solche zum selber anschauen oder solche, die mit Hilfe eines Stiftes bedient werden. Ein weiteres Unterhaltungsmedium, das wir sehr gerne nutzen, sind Hörbücher. Hier gibt es ja glücklicherweise eine große Auswahl. Bei mehreren Kindern sollte darauf geachtet werden, dass für jedes Kind etwas dabei ist, denn vor allem im Auto hören alle Familienmitglieder mit. Da aber die Eltern vielleicht nicht die ganze Autofahrt Lust haben, Kinderhörbücher zu hören, ist ein Kompromiss auszuhandeln, sodass sich diese vielleicht mit der Musik der Eltern abwechselt.
Eher ungünstig finde ich das Fernsehen im Auto. Natürlich ist es eine wirkungsvolle Möglichkeit, die Kinder über die Fahrzeit ruhig zu stellen, doch sollte es meiner Ansicht nach nur im Notfall zum Einsatz kommen.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Pausen. Nicht nur der Autofahrer/die Autofahrerin selber braucht Pausen auf einer längeren Fahrt, sondern auch die Insassen. Der Platz für eine Pause sollte möglichst so gewählt werden, dass Kinder Bewegungsspielraum haben, damit sie sich austoben können. Auch eine gute Jause gehört natürlich mit dazu.
Ab einem gewissen Alter der Kinder ist diese Zeit zudem auch eine einfache Möglichkeit, ihnen verschiedene Dinge beizubringen. So können sie Automarken oder auch verschiedene Länder anhand von Kennzeichen lernen. Kinder immer wieder auf Sehenswürdigkeiten, auf Tiere oder ähnliches hinzuweisen, die auf dem Weg auftauchen, finde ich ebenfalls wichtig.

Aber dennoch:
Zum Schluss aber auch noch ein vielleicht beruhigender Hinweis:
Eine Autofahrt kann lange werden – das merken wir doch an uns selber auch manchmal. Wie wir also auch nicht davon ausgehen dürfen, dass der Urlaub selber völlig konfliktfrei funktioniert, dürfen wir auch nicht den Anspruch haben, dass wir auf einer Autofahrt nicht immer wieder den wohlbekannten Satz hören „Sind wir jetzt endlich da?“

Autor: Veronika von erziehungsgedanken.com

Mutter und Psychologin, die Theorie und Praxis miteinander verbindet. Was dabei entsteht? Entdeckt es selbst, bei erziehungsgedanken.com

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