Hatschi! Wenn die Schnupfnase und der Frosch im Hals Einzug halten…

Vielleicht geht es euch dieser Tage so wie uns: Mindestens ein Familienmitglied wird von Husten, Schnupfen oder gar Ärgerem geplagt.

Das Ping-Pong-Spiel mit den Viren
Wir stecken seit Wochen in diesem Kreislauf und haben das Gefühl, mit einem Infekt, der im September bei uns Einzug gehalten hat, Ping-Pong zu spielen. Wenn der eine wieder gesund ist, hustet am nächsten Tag ein anderer. Jetzt muss ich sagen, dass unsere Kinder sich wirklich lange tapfer geschlagen haben und in der Erkältungswelle zunächst mir und meinem Mann den Vortritt gelassen haben. Doch seit einiger Zeit hat sich das etwas verschoben und eines der beiden liegt stetig flach.

Ein Spiel mit „Folgen“
Dann ermahnen mein Mann und ich sie immer, dass sie Abstand zueinander halten sollen und nicht knuddeln dürfen. Das gefällt ihnen gar nicht, aber sie halten sich brav daran.
Die Nächte sind für uns alle natürlich auch eher quälend und die Augenringe werden dunkler und tiefer. Zum Glück können mein Mann und ich uns da ein wenig abwechseln, sodass wir zumindest halbwegs Ruhe finden. Auch an den Tagen, an denen es dann heißt, das erkältete Kind, das gesunde Kind und unsere Arbeit zu managen, sind wir dankbar dafür, dieses Jonglieren auf zwei Schultern verteilen zu können. Nicht nur die Organisation kann geteilt werden, sondern auch die Sorgen, die entstehen, wenn man die glasigen Augen seines Kindes sieht oder es wieder ein Hustanfall durchschüttelt.

Erschöpfung auf allen Seiten
Diese zum Glück nicht gravierenden Erkrankungen bringen neben einem enormen Verbrauch von Taschentüchern, Hustensaft und sonstigen Hausmitteln auch noch etwas anderes mit sich: Erschöpfung und Nachlassen des Nervenkostüms. Wenn man sich als Elternteil jedoch dann erlaubt genau das zu beschreiben, kommt häufig als Reaktion „nur“ das Bedauern für das Kind. Unbestritten ist es arm, wenn es hustet oder schwer atmet, weil die Nase verstopft ist. Aber als Eltern gibt man alles, was man kann, um dem Kind beim Genesen zu helfen. Und das kostet Substanz. Ich finde es schade, dass wir Eltern dann nicht auch den Raum geben, Worte für die Erschöpfung zu finden. Schließlich gibt das Verständnis dafür ihnen bzw. uns auch wieder Kraft, weitere Nächte über dem Kind zu wachen. Lasst uns als Eltern doch gegenseitig Respekt für das haben, was wir auch für unsere Kinder leisten, und uns durch gegenseitiges Verständnis wieder motivieren!

Autor: Veronika von erziehungsgedanken.com

Mutter und Psychologin, die Theorie und Praxis miteinander verbindet. Was dabei entsteht? Entdeckt es selbst, bei erziehungsgedanken.com

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